Homöopathie

Der Begriff Homöopathie stammt aus dem Griechischen und kann mit ähnliches Leiden übersetzt werden. Damit ist gemeint, dass ein Erkrankter mit dem Mittel behandelt wird, welches beim gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorruft. Ähnliches heilt Ähnliches (Similia similibus curentur). Diese sogenannte Ähnlichkeitsregel bildet eines der drei Grundprinzipien der Homöopathie.
Hierzu ein Beispiel: Nach Einnahme einer Zubereitung aus dem wilden Jasmin kommt es zu Fieber und Abgeschlagenheit, also zu typischen Grippesymptomen. Dementsprechend wird der wilde Jasmin entweder allein oder häufig als wichtiger Bestandteil in homöopathischen Grippemitteln verwendet.

Die Homöopathie ist eine ganzheitliche Therapieform. Sie berücksichtigt die einzigartige geistig-seelische und körperliche Verfassung des einzelnen Patienten. Jeder Patient hat seine individuelle Krankheit und erhält somit seine speziell für ihn ausgewählte Therapie. Die konventionelle Schulmedizin behandelt bei einer Erkrankung (z.B. Grippe) oft alle Patienten nach der gleichen Methode. Mit der homöopathischen Therapie können unterschiedliche Patienten mit gleicher Erkrankung völlig unterschiedlich behandelt werden.
Krankheitssymptome sind nicht die Krankheit selbst, sondern Reaktionen auf Störursachen, die zeigen, dass der Körper selbsttätig wieder das Gleichgewicht herstellen will. Die Homöopathie versucht also nicht, die Symptome zu unterdrücken, sondern die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken und anzuregen. Homöopathie ist somit aktive Hilfe zur Selbsthilfe des Körpers.

Dort, wo die körpereigene Regulation noch erhalten ist und grundsätzlich eine Möglichkeit zur Selbstheilung besteht, kann die Homöopathie eingesetzt werden. Sie hilft, die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren, um die Balance wieder herzustellen. Dies gilt für viele akute Erkrankungen, besonders solche im Kindesalter und für psychosomatische oder chronische Beschwerden. Manche langwierigen Erkrankungen, wie z. B. Heuschnupfen, Bronchialasthma und Neurodermitis, die sich durch eine konventionelle Behandlung oft nur kurzfristig bessern und dann wieder aufflackern, lassen sich durch eine homöopathische Behandlung dauerhaft lindern oder sogar ganz ausheilen. Die Homöopathie kann natürlich keine Alternative zur Operation oder intensivmedizinischen Behandlung sein. Auch kann sie kein Insulin ersetzen. Homöopathische Mittel können aber immer als Ergänzung zur konventionellen Medizin eingesetzt werden und auch deren Nebenwirkungen reduzieren.

Die Homöopathie ist ein sanfter und effektiver Weg, um gesundheitliche Probleme umfassend zu behandeln. Über viele Jahre hinweg haben viele Menschen überall auf der Welt gute Erfahrungen mit der Homöopathie gemacht.

Verzichten Sie im Zweifel nie auf den fachlichen Rat Ihrer Ärztin/Ihres Arztes oder Ihrer Heilpraktikerin/Ihres Heilpraktikers!